Durch die Strohner Schweiz

«Strohner Schweiz» wird das Durchbruchstal des Alfbaches bei Strohn wegen der steil abfallenden Hänge und wildromantischen Landschaft genannt. 2007 wurde der Vulkanerlebnispfad Strohn, ein Themenweg, der das Vulkanhaus mit vulkanologischen Erscheinungsformen in der Umgebung vernetzt, eröffnet.

Die stete Kraft des Wassers schuf die Strohner Schweiz

Entlang des längsten Lavastroms er Eifel zeigt sich in der Strohner Schweiz die stete Kraft des Wassers, das über Jahrtausende hinweg den härtesten Lavastrom besiegt hat. Im Laufe von rund 12000 Jahren hat sich die Alf einen tiefen Einschnitt in den Basaltstrom des Vulkans “Wartgesberg” gegraben und so sein altes Bett zurückerobert.

Ein guter Start-und Zielpunkt für die Rundwanderung ist das Vulkanhaus Strohn.

Von dort aus in Richtung Strohner Schweiz (ausgeschildert) bis zur Lavabombe. Wir entschieden uns, den Rundweg gegen den Uhrzeigersinn zu gehen und kreuzen zunächst den Alfbach über eine Holzbrücke.

Der Weg führt dann mit einem kurzen steilen Anstieg in die Felder oberhalb von Strohn. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick auf Strohn und die umgebende Vulkaneifel. Die Strohner Mühlen liegen unterhalb von uns im Tal des Alfbaches.

Zunächst führt unser Weg entlang des längsten Lavastroms der Eifel, durch dessen Basaltgestein sich der Alfbach im Laufe von rund 12000 Jahren einen tiefen Einschnitt gegraben und so sein altes Bett zurück­er­obert hat. Der Weg verläuft hier sehr flach und ist gut begehbar.

Dann schwenkt der Weg nach Osten, weg vom Alfbach. Wir folgen ihm einige hundert Meter in dieser Richtung bis zu einer Wegkreuzung, an der es im spitzen Winkel zurück in Richtung Alftal geht.

Der Weg geht nach einigen hundert Metern nach rechts ab. Hier kann man (den Wildschweinspuren folgend ;-)) einen Abstecher an den steil abfallenden Hang der „Strohner Schweiz“ einlegen. Von dort hat man einen ersten eindruckvollen Blick in das Tal des Alfbaches.

Der Weg ist eine Sackgasse und so muss man zurück auf den Hauptweg in Richtung Sprink, der fast parallel zum Alfbach verläuft. Man kann die eine oder andere Schneise im Unterholz finden, durch die man zur Kante des Steilhanges gelangen kann. Wer dort den Objektivdeckel meiner Kamera findet: Bitte melden ;-).

Kurz vor Sprink öffnet sich die „Strohner Schweiz“ in ein weites offenes Tal, das Sprinker Maar. Hier hat man die Wahl: Entweder es geht weiter in Richtung Sprink/Sprinker Maar oder man biegt in das Alfbachtal ab und geht ein Stück entlang des Alfbaches in Richtung Strohn (Weiter unten mehr).

Der Weiler Sprink gehört zur Gemeinde Strohn und umfasst nur ein paar, zum Teil schön restaurierte Häuser.

Der Weg führt durch den Weiler ins Sprinker Maar, wo eine Brücke den Alfbach kreuzt. Wir folgen der Straße über die Brücke zurück in Richtung StrohnDie kaum befahrene – für Kfz gesperrte – Straße führt nun direkt oberhalb der Strohner Schweiz entlang und man hat den tief im Tal strömenden Alfbach ständig im Blick.

Bald gelangt gelangt so auch an die Stelle, an der der kurz vor Sprink abzweigende Weg durch das Tal über eine Brücke und einen steilen Anstieg zurück auf unsere Strecke zurück führt.

Imposant: Die Lvabombe aus der Strohner Schweiz

Vorbei an den beiden Strohner Mühlen gelangt man an die Strohner Lavabombe, eine durch vulkanische Aktivität geformte Basaltkugel, 5 Meter im Durchmesser und 120 Tonnen schwer. Sie löste sich 1969 bei einer Sprengung im Steinbruch am Wartgesberg in 15m Höhe aus der Steinbruchwand.

Bild-01

»Strohner Bürger zogen sie im Winter 1980/81 auf einer Eisenplatte mit einer Planierraupe über die gefrorene Schneedecke an den heutigen Standort.«   (Quelle)

Sie entstand nicht aus einem einmaligen Auswurf, sondern durch mehrmaliges Hochschleudern aus dem und wieder Hineinrutschen in den Krater, wobei sie Lava und Schlackenteile aufnahm, bis sie dann in dem Kraterrand stecken blieb und endgültig abkühlte. (Wikipedia)

Kategorie Vulkaneifel, Wandern

Als Westfale verschlug es Herbert Peck Anfang der 1980ger Jahre nach Koblenz und vor einigen Jahren dann monatsweise in die Vulkaneifel. Begeistert von der Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Wandern, Biken, Fischen) , hat er sich vorgenommen, andere daran teilhaben zu lassen. Er ist zertifizierter Wanderführer im Deutschen Wanderverband (Wanderführer DWV) und führt Interessierte gerne über nicht so bekannte Pfade & Wege

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