Wandern an der Strotzbüscher Mühle

Wandern an der Strotzbüscher Mühle! Dies war die Idee, die Hans von der Strotzbüscher Mühle und mich zu einem ersten Gespräch zusammen brachte. Schnell entwickelte sich aus der Planung einer simplen Wanderung ein Konzept für ein Erlebniswochenende an der Strotzbüscher Mühle, an dem wir einige Wanderblogger in einer für jeden offenen Veranstaltung mit anderen wanderfreudigen Gästen der Mühle im Siebenbachtal zusammenbringen wollen.

Ein Termin war schnell gefunden, um den Drei-Königs-Tag sollte dieses Event stattfinden. Und: Wandern soll zwar im Vordergrund stehen, genussvolles und gutes Essen, gemütliche Abende am Kamin und Gespräche mit interessanten Gästen bilden den Rahmen. Hier sollen Menschen zusammengebracht werden, die sich im Erlebensraum Wald begegnen, aber das durchaus nicht immer konfliktfrei. Also Jäger, Wanderer (die waren ja vor Ort) und auch Mountain-Biker wollen wir zusammenbringen, um das Verständnis für den jeweils Anderen zu vertiefen oder auch erst wecken.

So der Plan. Wanderblogger wurden kontaktiert und schnell hatten wir einige Zusagen, aber leider auch Absagen von Freunden, die wir gerne dabei gehabt hätten. Das Schöne: Da es eine offene Veranstaltung war, meldeten Jörg von Outdoorsüchtig.de und Der Entspannende Frank ihre Frauen gleich mit an.

Ein Hinweis noch: Fotos habe ich – wie häufig bei von mir geführten Wanderungen – nur wenige gemacht. Eine stattliche Anzahl Fotos werdet Ihr in den Berichten der Teilnehmer finden. Außerdem gibt es einige schöne Alben, die ich auf meiner Facebook-Seite geteilt habe.

Donnerstag, der 4. Januar
Anreisetag

Da es noch einiges zu organisieren gab (Hansi Kraus und Thomas Kerscher hatten kurzfristig abgesagt), traf ich mich schon früh am Morgen mit Hans, um das Wandern an der Strotzbüscher Mühle final vorzubereiten. Es musste Ersatz für Hansi Kraus gefunden werden, den „Vorleser“ für den ersten Kaminabend. Wegen des Hochwasser führenden Üßbachs musste die geplante Wanderroute für den ersten Tag geändert werden. Die erste Üßbachquerung war nicht begehbar. Und, und, und.

Mttags war alles erledigt und wir konnten entspannt auf die anreisenden Mitstreiter warten und Sonya, Werner und Martijn bei der Vorbereitung des Hirschgulasch für den kommenden Freitag zusehen. Jörg und Doris, Frank und Manuela, sowie Claudia von AktivDurchDasLeben trudelten ein. Später kam Belinda und Jean-Luc dazu. Janina und Gianni von der Villa Maare und Anita von AktivDurchDasLeben stießen erst am Freitag zu uns. Schade, denn sie verpassten, wie das vorbereitete Hirschgulasch über dem offenen Feuer schmorte.

Freitag, der 5. Januar
Wandern und Livemusik am Kamin

Der Blick aus dem Fenster und der Wetterbericht mit der App zeigt: Es ist trüb, aber es wird vermutlich trocken bleiben. Das Team von Villa Maare stieß dazu und ein gemütliches Frühstück am großen Tisch verbreitet gute Laune und legt die Grundlage für das erste Wandern an der Strotzbüscher Mühle.

Wegen des Hochwassers hatten wir die Wanderroute ein wenig ändern müssen. Ich binde am Ende dennoch die Karte der ursprünglich geplanten Wanderung ein, da ja nicht ständig Hochwasser herrscht ;-).

Ein schmaler Pfad auf der rechten Seite der Üß führte uns nach kurzer Zeit auf die geplante Strecke, den Mühlenweg, zurück. Es ging vorbei am „Strotzbüscher Tumm“, einem römischen Hügelgrab, und in Sichtweite an der Oberscheidweiler Mühle entlang. Wir folgten dem Diefenbach, sonst ein kleines Bächlein, das sich heute aber als Wildwasserbach präsentierte. Rodungsarbeiten gaben den Blick auf das Gelände der Sprinker Mühle frei, die sich in Privatbesitz befindet und nicht zugänglich ist.

Zwischen der Mühle und dem Sprinker Trockenmaar liegt die Gedenkstätte Schutzalf, die an das untergegangene Dorf gleichen Namens erinnert. Vom „Untergang“ getroffen war heute aber nur Peter Lauer, der mit seinem mobilen Wander- und Erlebnistreff Eifelstopp dort auf uns wartete und in der aufgeweichten Wiese fast versank. Es gab ein großes Hallo, Peter war einigen Teilnehmern vom Bloggertreffen im Oktober noch in bester Erinnerung.

Nach einer stärkenden Erbsensuppe ging es nun zum Sprinker Maar und durch die Strohner Schweiz zum kleinsten wasserführenden Maar der Eifel, dem Trautzberger Maar, das heute wohl auch seine größtmögliche Ausdehnung erreicht hatte. Weiter ging es dann über das Immerather Maar zurück zur Strozbüscher Mühle.

Wandern an der Strotzbüscher Mühle

Für den ersten Abend am Kamin, in dem das Holzfeuer gemütlich prasselte, konnten wir Sylvia Nels gewinnen, die uns mit eigenen Liedern in Moselfränkisch die Eifel auch musikalisch näher brachte.

Drei-Königs-Tag, der 6. Januar
Wandern an der Strotzbüscher Mühle und Kamingespräche

Für den zweiten Tag hatten wir uns ein kürzeres Wandern an der Strotzbüscher Mühle vorgenommen. Es ging von der Mühle im Siebenbachtal auf die Höhen um das Tal herum. Ziel war der Skywalk Achterhöhe, der ein herrliches Panorama weit über das Siebenbachtal hinaus bietet. Jedenfalls bei guter Sicht. Heute lag Nebel im Tal, der Blick von der Achterhöhe ist nicht weniger reizvoll als bei klarem Wetter. Auf dem Weg zur Achterhöhe ging es über einen moosbewachsenen Felsenpfad in einem Abstecher zum Gipfelkreuz auf dem Kamelberg hoch über der Mühle.

Nach der Wanderung führte Hans einige der Teilnehmer über das Mühlengelände und zeigte, wie nachhaltig die Mühle bewirtschaftet wird: Stromerzeugung mit eigener Turbine (statt Mühlrad), Holzvergaser für Heizung und warmes Wasser, eine Pflanzenkläranlage für Abwasser und ein eigener Brunnen für Frischwasser. Ich fädelte derweil Forellen zum Räuchern auf, das geplante Angeln blieb wegen der reißenden Ströhmung im Mühlenbach im Versuchsstadium stecken.

Am Abend kamen weitere Gäste hinzu. Der Berufsjäger Hans Tapken, Thomas Räthlein vom Gesundland Vulkaneifel und Uli Heinrich von Eifelbike.de traten ins Gespräch mit den Teilnehmern (inzwischen war auch Anita zu uns gestoßen) ein. Währen Hans Tapken schnell einen Draht zu den anderen fand, konnte Uli Heinrichs nicht viel punkten. Seine Beiträge fielen zu werblich aus und immer wieder ließ er durchscheinen, dass bei (seinen) Mountainbikern der Spaß im Vordergrund steht und nicht unbedingt die Rücksichtnahme auf die Natur. Schade, denn sicher denkt nur eine Minderheit von Bikern so.

Sonntag, der 7. Januar
Leider schon die Verabschiedung

Viel zu schnell gingen die Tage vorbei, viele unterschiedliche Erlebnisse und Eindrücke verdichten die Zeit sicherlich auch. Am Abreisetag kamen wir alle zu einem (späten) brunch-ähnlichem Frühstück zusammen. Erlebnisse und Eindrücke flogen verbal verpackt am großen Tisch hin und her. Ich denke, dass ich die Meinung aller hier uneingeschränkt weitergebe: Es war ein gelungenes und in seiner Art unvergessliches Wandern an der Strotzbüscher Mühle.

Wandern an der Strotzbüscher Mühle

Der Tourverlauf der großen Tour

Strotzbüscher Mühle

Kategorie Wandern, Zwei

Als Westfale verschlug es Herbert Peck Anfang der 1980ger Jahre nach Koblenz und vor einigen Jahren dann monatsweise in die Vulkaneifel. Begeistert von der Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Wandern, Biken, Fischen) , hat er sich vorgenommen, andere daran teilhaben zu lassen. Er ist zertifizierter Wanderführer im Deutschen Wanderverband (Wanderführer DWV) und führt Interessierte gerne über nicht so bekannte Pfade & Wege