Der neue Mürmes-Rundwanderweg

Mürmes-Rundwanderweg

Jetzt ist er fertig: Der neue Mürmes-Rundwanderweg. In Deutschland sind Moore inzwischen selten geworden. Sie wurden entwässert und abgetorft, und das in großer Anzahl. Der Mürmes bildete da keine Ausnahme. Große Entwässerungsgräben durchzogen das Gebiet, und bis kurz nach Ende des II. Weltkrieges wurde im Mürmes noch Torf gestochen. Seit 1975 steht der Mürmes unter Naturschutz. In das im Jahr 2011 gestartete EU LIFE-Projekt „Wiederherstellung von Mooren“ wurde auch der Mürmes miteinbezogen. Über die Anfänge der Projektarbeiten könnt Ihr auf der Seite des NABU nachlesen.

Der Mürmes-Rundwanderweg

Gestartet bin ich von Saxler, da der Rundweg über Zuwege von Saxler, Ellscheid und Mehren gegangen werden kann, habe ich den Track vom Einstiegspunkt am Mittenweiher aufgezeichnet und den Zuweg nicht einbezogen. Entlang des Mittenweiher geht es zum Dammbereich des Mürmes, der neu gefasst ist. Im Dammbereich führt der Weg direkt über das Stauwehr. Hier ist eine neue Brücke gebaut, die gleich zum Einstieg schon tolle Blicke in den wasserführenden Bereich des Mürmes bietet. Ich wurde von einem atemberaubenden Froschkonzert begrüßt, scheinbar ist bei diesen Moorbewohnern die Partnersuche in vollem Gange. Ich muss unbedingt lernen, vernünftige Audio-Aufnahmen hinzubekommen, die auch zur Veröffentlichung geeignet sind.

Die weitere Wegeführung verläuft auf bereits vorhandenen Wegen, wie dem Vulcano-Pfad. Dass das nicht die glücklichste Lösung ist, soll ich später erfahren. Aber zunächst geht es am ersten von drei Infopunkten oberhalb des Mittenweiher vorbei am nordöstlichen Rand des Mürmes entlang.

Der Mürmes-Rundwanderweg trifft hier auf den schon angesprochenen Vulcano-Pfad. Es geht am Waldrand entlang und ich treffe auf den zweiten Info-Punkt. Hier ist ein Fernrohr mit hohem Vergrößerungsfaktor aufgestellt, mit dem sich Flora und Fauna des Mürmes prima beobachten lassen. Falls man die gewünschte Stelle bei der nicht verstellbaren hohen Vergrößerung auch auffindet.

Bald gelange ich an eine Info-Plattform mit hervorragendem Einblick in das Kerngebiet des Moores. Es lohnt auf jeden Fall, sich den Mürmes und seine Umgebung von diesem Standort auf dem neuen Mürmes-Rundweg genauer anzuschauen.

Es geht weiter durch einen lichten Buchenwald, in dem der Waldmeister flächig blüht. Ganz typisch für die Vulkaneifel. Der Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) breitet sich auf auf basischen Böden, d.h. über Gesteinen wie z.B. Kalk, Basalt oder Diabas aus, wenn der Mensch nicht eingreift.

Ich verlasse den Wald, der Mürmes-Rundwanderweg verläuft nun am Waldrand entlang und hinaus ins freie Feld am oberen Hang des Kraterwalls. Sofort fällt mir ein, warum ich den Vulcano-Pfad schon lange nicht mehr empfehle: Er führt hier deutlich mehr als einen Kilometer an der viel befahrenen Autobahn nach Trier entlang, davon etwa 500 direkt am Rand der Autobahn. Sicher keine glückliche Lösung. Ich empfehle eine andere Route, die etwas tiefer, aber auch näher am Mürmes entlang führt (Naturschutzgebiet! Das Moor selbst nicht betreten!) Die nahe Autobahn ist hier kaum hörbar und stört nicht. Die Alternative habe ich auf der Karte markiert. Allerdings: Nach ausgiebigen Regenfällen ist diese Route durch abfließendes Oberflächenwasser von den Hängen in Mitleidenschaft gezogen.


Der Rundweg ist kurz (ca 5 km). Ich empfehle, ihn mit einer verkürzten Route des Antoniusweg bei Ellscheid zu kombinieren. So kommt eine Wanderstrecke von rund 13,5 km zusammen. Den Track für die kombinierte Wanderung könnt Ihr hier ansehen. Da der Weg nun nicht direkt über das Wehr führt, solltet Ihr hier einen Mini-Abstecher einlegen. Es lohnt!

Mürmes-Rundwanderweg und Antoniusweg kombiniert

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Kategorie Featured, Wandern, Wanderwege

Als Westfale verschlug es Herbert Peck Anfang der 1980ger Jahre nach Koblenz und vor einigen Jahren dann monatsweise in die Vulkaneifel. Begeistert von der Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Wandern, Biken, Fischen) , hat er sich vorgenommen, andere daran teilhaben zu lassen.

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