Manderscheider Burgenstieg

Der eindrucksvolle und zugleich atemberaubende Manderscheider Burgenstieg führt auf schmalen, natürlichen Pfaden durch den Wald und hoch über der Lieser rund um die Ober- und Niederburg Manderscheid. Ein Tourenblatt zur Rundwanderung habe ich am Ende des Beitrages verlinkt.

Start in Manderscheid

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Wir übernachten schon einige Tage im Feriendorf Pulvermaar und haben uns für den heutigen Vorfrühlingstag diese Rundtour in der Nähe vorgenommen (ca 10 km bis Manderscheid).
Die Strecke ist rund 6 km lang, es sind aber einige Ab- und vor allem Aufstiege zu bewältigen, so dass wir 2 bis 3 Stunden einplanen.

Als Startpunkt bietet sich das Kurhaus in Manderscheid an. Dort gibt es reichlich Parkplätze und eine Karte haben wir in der Touristinfo auch erhalten. Vom Kurhaus folgen wir zunächst dem Eifelsteig, an Rathaus und Kirche vorbei zum Aussichtspunkt Friedrichplatz.

Für eine erste Rast ist es noch zu früh, den wundervollen Blick auf die Oberburg und tief ins Tal der Lieser gönnen wir uns aber doch. Ab jetzt folgen wir nicht mehr dem Eifelsteig direkt, sondern dem gut markierten „Manderscheider Burgenstieg“, auf dem es auf schmalen Pfaden hinab zur Lieser geht.

Auf schmalen Pfaden hinab zur Lieser

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Auf schmalen Naturpfaden gehen wir hoch über der Lieser an steil abfallenden, mit Buchen bestandenen Hängen entlang. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk vorausgesetzt, ist der Weg problemlos zu gehen.

An besonders schmalen Stellen ist der Weg hin zum Liesertal abgesichert.

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Die Natur ist – wie wir überall beobachten können – hier auf rund 400 m Höhe in der ersten Märzdekade noch im Winterschlaf. Nur Mose und vereinzelte Farne leuchten bei diesem herrlichen Sonnenschein schon in sattem Grün.

Die weitgehend unbelaubten Bäume haben jedoch einen Vorteil: Sie erlauben uns an vielen Stellen einen Blick ins tiefe Tal auf die dort schnell dahinfließende Lieser.

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Nach ein paar hundert Metern öffnet sich der Weg und führt dann zunächst etwas weniger steil durch einen prächtigen Nadelwald, der den lichten Buchenwald nun erst einmal ablöst.

Diese ständig wechselnden Eindrücke sind es, die den Burgenstieg so besonders reizvoll machen und wir werden sie auf dem weiteren Weg noch ausgiebig genießen können.

Im Tal der Lieser

Nachdem der Weg kurzzeitig noch einmal schmaler und steiler wurde, gelangen wir nun das erste Mal ins Liesertal. Rund 50 m Abstieg und eine Strecke von etwa 1,5 km liegen hinter uns.

Zur schönen Aussicht

11_Manderscheider Burgenstieg 07 Tw Nachtergraben

Der Weg führt uns über ein stabile Holzbrücke über die Lieser, die in diesem sonnenbeschienenen Tal heut tiefblau erscheint. Flussaufwärts ist ab hier eine Strecke für Fliegenfischer ausgewiesen. Überzeugt davon, dass die Lieser sicher prächtige Bachforellen beherbergt, folgen wir nun dem Nachtergraben ein wenig steiles Stück aufwärts.

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Auf einen wenig mühsamen Aufstieg eingestellt, führt uns der Weg unvermittelt rechts in den steilen Hang. Serpentinenartig schlängelt sich der schmale Pfad durch lichte Buchen, kreuzt mehrere Forstwege und wir gelangen zur Wolfshütte, von der wir weit ins Tal sehen können.

Aber auch direkt am Wegrand bieten sich uns reizvolle Anblicke, bevor wir den mit 436 m höchsten Punkt der Rundwanderung erreichen: Belvedere mit den herrlichen Eifelblicken auf das Meerfelder Maar, den Mosenberg, Manderscheid und die Ober- und Unterburg. Eine Schutzhütte und Ruhebänke laden uns zu einer ausgiebigen Rast ein, bei der wir die Frühlingsonne und die tolle Aussicht genießen. Wir haben gerade rund 140 Höhenmeter hinter uns und eine Rast verdient!

14_Manderscheider Burgenstieg 010 Tw Belvedere Eifelblicke

Wieder hinab zur Lieser und hinauf zur Oberburg

Gesehen haben wir die Oberburg nun schon einige Male, jetzt ist sie unser nächstes Ziel. Davor steht aber wieder ein steiler Abstieg hinab zur Lieser, die wir im Tal überqueren. Bei einem kurzen Verweilen auf der Brücke ist uns, als sähen wir flinke Bachforellen dahinhuschen. Sicher sind wir aber nicht.

Direkt nach der Brücke über die Lieser geht es auf felsigem Pfad wieder steil hinauf. Auf halber Höhe zur Burg blicken wir auf eine grün schimmernde Lieserschleife, die ich fotografisch leider nicht einfangen kann. Aber: Noch ein herrliches Erlebnis, bevor wir die Oberburg erreichen, in deren Nähe (Karl-Kaufmann-Weg) wir einen schönen Blick auf die Niederburg einfangen können.

Die Manderscheider Burgen

Die Oberburg ist frei begehbar, auch der Burgfried kann bestiegen werden. Zwischen Ober- und Niederburg liegt die Turnierwiese (hier finden im Sommer Ritterspiele statt). Über diese geht es zur Niederburg. Auch die Niederburg kann besichtigt werden, nur leider nicht im März. Sie ist für Besichtigungen zwischen April und Oktober geöffnet.

19_Manderscheider Burgenstieg 10 Tw Karl-Kaufmann-Weg zum Kaisertempel

Schade, aber wir müssen dann weiter und können vor dem drohenden Aufstieg nach Manderscheid nicht pausieren. Nach weiteren zwei Lieser-Querungen und einem kurzen, aber knackigen Aufstieg sind wir zurück am Ausgangspunkt, wo wir uns im Eventcafé im Kurhaus eine kleine Stärkung genehmigen, bevor es zurück zum Feriendorf Pulvermaar geht.

Link zum Tourenblatt

Kategorie Burgen, Wandern

Als Westfale verschlug es Herbert Peck Anfang der 1980ger Jahre nach Koblenz und vor einigen Jahren dann monatsweise in die Vulkaneifel. Begeistert von der Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Wandern, Biken, Fischen) , hat er sich vorgenommen, andere daran teilhaben zu lassen.

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