Auf dem Antoniusweg rund um Ellscheid in der Vulkaneifel

Antoniusweg

Die Tour auf dem Antoniusweg

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Meine Tour startet am Antoniusplatz in Ellscheid beim Antonius mit den Schweinen , dem Ellscheider Schutzpatron. Von hier gehe ich zwischen Obstgärten auf einem schmalen Pfad ins Laubachtal in Richtung Gillenfeld.

An Feldern und Wiesen vorbei geht es dann rechts über einen derzeit mit hohem Gras bestandenen Wiesenweg die Anhöhe hinauf, der Antoniusweg führt mich an eine Baumgruppe mit einer Bank, auf der ich den Blick über das Laubachtal und Gillenfeld genießen kann.

Weiter hangaufwärts gehend gelange ich schließlich auf die Anhöhe zwischen Gillenfeld und Saxler, den Hombüsch. Dort steht ein Wegekreuz und eine Infotafeltafel des ‚Ellscheider Dorfrundgangs – Wegekreuz auf Hombüsch’. Das Wegkreuz markiert die Grenze der Gemarkungen Gillenfeld und Ellscheid. Bis in die 1950ger Jahre wurden die Verstorbenen aus Ellschein in Gillenfeld begraben. Der Leichenzug nahm den Weg über den ›Hombüsch‹ und am Wegkeuz verließ der Verstorbene ›seine‹ Gemeinde.

Über einen Waldweg führt der Antoniusweg zur Waldschule und dem Walderlebnispfad von Gillenfeld . Über einen schmalen Pfad geht es durch einen Buchenwald geht es bergab weiter ins Dörfchen Saxler mit seiner St. Wendelin-Kapelle, einem kleinen Saalbau aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Auf dem Antoniusweg von Saxler zum Mürmes

Durch ein breites Tal geht es auf dem Antoniusweg nun an zwei Aussiedlerhöfen vorbei zum Mittelweiher , einem im Mittelalter durch einen Damm aufgestauten ehemaligen Fischweiher des Kurfürsten von Trier. Heute ist er durch Renaturierungsmaßnahmen auf dem Weg zum Ursprungszustand. Die im Zuge der Entwässerung begradigten Bäche Mürmesbach und Finkenbach sollen wieder in ihrer natürlichen Form fließen. Mehr dazu könnt Ihr auf der Info-Tafel des ‚Ellscheider Dorfrundgangs – Mittelweiher’lesen.

Der nächste Damm, der von einem Durchbruch unterbrochen ist, staute den Mürmes, ein ehemaliges Maar, zu einem Fischweiher. Heute ist das Moor ein großes Naturschutzgebiet mit seltenen Tieren und Pflanzen. Nähere Erläuterungen stehen auf der Tafel des ‚Ellscheider Dorfrundgangs – Mürmes’. Ein Abstecher von 200 m bergan zum ‚Ellscheider Fenster – Mürmesblick’ lässt einen großartigen Blick auf den Mürmes zu.


Antoniusweg

Vom Mürmes zu den Keltengräbern

An der Infotafel am Mürmes machte ich erst einmal ausgiebig Rast und genoss die nur vom Gezwitscher der Vögel unterbrochene Stille. Von der Ruhebank blickt man rechts auf den Mürmes und links in Tal des Mittelweihers. Einfach nur schön! Weiter geht es auf dem Antoniusweg durch das nächste moorige Tal, durch das ein Pfad aus gelegten Baumstämmen gebaut ist und der dann an seinem Ende in den Wald eintaucht. Ein Pfad führt weiter bergan und bald sehe ich rechts einen weiteren Talgrund, der durch die ›Aktion Blau‹ renaturiert wird. ›Aktion Blau‹ deswegen, weil die jungen Setzlinge durch blaue Kunststoffkappen gegen Verbiss geschützt sind.

Weiter geht es bergan bis zum höchsten Punkte des Wanderweges. Hier bestatteten vor 2.400 Jahren die Kelten ihre Toten. Es geht über einen butterweichen Waldpfad durch einen Nadelwald, von dem ich immer wieder ins Tal und über die Vulkaneifel blicken kann. Nach der Überquerung der B 421, einer alten Römerstraße, verläuft der Weg durch Wald und stößt auf die nächste ‚Aktion-Blau’-Fläche. Das Tal des Heidebaches wurde von Fichten freigestellt und extensiv landwirtschaftlich genutzt, der südliche Hang wird nun wieder aufgeforstet. Am Rastplatz Heidewies führt ein Hauptwegweiser u. a. zum Naturschutzgebiet Demerather Wacholderheide , ein Abstecher von rund einem Kilometer lohnt immer!

Ab hier läuft der Antoniusweg mit dem Vulkano-Pfad und dem Apolloniaweg zusammen bergan. Ich gehe über meist breite Forstwege und gelange erneuter Überquerung der B 421 geht es zum Ellscheider Fenster am Sauberg Blick auf das Ellscheider Trockenmaar . Im Rücken des Fensters sehe ich einen interessanten geologischen Aufschluss, an dem die Ablagerungsschichten der einzelnen Ausbrüche des Ellscheider Vulkans und des Pulvermaar-Vulkans gut erkennbar sind. Aber auch mein Ziel liegt schon vor mir. Der Antoniusweg führt micht nun am Landgasthaus Janshen vorbei zum Antoniusplatz in Ellscheid, dem Startpunkt.

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Kategorie Maare, Vulkaneifel, Wandern, Wanderwege

Als Westfale verschlug es Herbert Peck Anfang der 1980ger Jahre nach Koblenz und vor einigen Jahren dann monatsweise in die Vulkaneifel. Begeistert von der Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Wandern, Biken, Fischen) , hat er sich vorgenommen, andere daran teilhaben zu lassen. Er ist zertifizierter Wanderführer im Deutschen Wanderverband (Wanderführer DWV) und führt Interessierte gerne über nicht so bekannte Pfade & Wege

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