Wanderung auf drei Themenwegen in der Ferienregion Pulvermaar

Vorgenommen hatte ich mir eine Wanderung auf drei Themenwegen der Ferienregion Pulvermaar in der Vulkaneifel. An verschiedenen Punkten ist der Übergang von einem Themenweg auf einen anderen möglich. Allerdings bin ich in Gillenfeld gestartet und Gillenfeld als Zentrum der Ferienregion Pulvermaar ist nicht direkt an einen der Themenwege angebunden. So wurde aus dem Vorhaben dann doch eine Tour von gut 25 km.

Meine Tour auf drei Themenwegen in der Ferienregion Pulvermaar

Gestartet bin ich an der Tourist-Information in Gillenfeld. Diesen Startpunkt hatte ich gewählt, weil die «Lavagrube am Pulvermaar» und das Pulvermaar selbst auf meiner Tour nicht fehlen sollten. Außerdem lag so auch das Hochmoor «Strohner Märchen» mit seinen seltenen Pflanzen, wie dem Sonnentau, auf meiner Route, obwohl ja derzeit nicht viel davon zu sehen ist. «Nachwanderinnen» und «Nachwanderer» sollten das zu einer späteren Jahreszeit aber nicht verpassen.

Am «Strohner Märchen» treffe ich auf einen der Vulcano-Pfade, dem ich bis zur B 421 folgen kann. Es geht über den Röckersheckberg, von dem ich bei der guten Fernsicht über das Moseltal bis auf die Hunsrückhöhen blicken kann. Auch der Blick ins rechts liegende Diefenbachtal ist recht schön.

An der B 421 biege direkt ich vor der Straße nach rechts auf einen Feldweg ab, nach 20 m geht es über die Straße und dann am Rand eines Wäldchens hinunter zum Immerather Maar.

Am Immerather Maar treffe ich auf den ersten Themenweg, den Wendelinusweg. Der Weg führt am südwestlichen Ufer des Immerather Maares entlang, dann über eine Brücke in das Mühlental oder auch Maarbachtal. Bis kurz vor der alten Immerather Mühle läuft der Wendelinusweg parallel zum Mühlenweg, einem weiteren Themenweg der Ferienregion Pulvermaar.

An der Immerather Mühle — im Übrigen derzeit ein «Lost Place» — verzweigen die Wege und ich gehe links an der Mühle vorbei oberhalb des Maarbaches zum Rastplatz Katzenlay hinauf. Der Charakter des Weges änder sich nun vollkommen: War er bisher durch die Maare und den Vulkanismus geprägt, so ist hier unverkennbar, dass die Vulkaneifel Teil des Rheinischen Schiefergebirges ist. Die Hänge sind nicht mehr vulkanisch weich und sanft, sondern fallen steil und schroff in tiefe Bachtäler ab. Zunächst ins Maarbachtal und hinter der Katzenlay hinunter ins Tal des Üßbach. Aber das ist ja typisch für die Ferienregion Pulvermaar, diese abrupte Wechsel der verschiedenen Landschaftsformen.

270°-Panorama am Rastplatz Aanbach

Hinter dem «Katzenlay» steht eine Bank direkt an der Kante zum Üßbach und ich sehe dort die Neumühle durchs Geäst schimmern, die tief unten im Tal liegt. Leider wird der Blick in ein paar Wochen durchs Laub verwehrt sein. Einerseits schade, andererseits bietet die gesamte Ferienregion Pulvermaar dann natürlich auch ganz andere Impressionen als in die «kahlen Vorfrühlingstagen». Ja, vom Frühling ist heute, am 25. März, in der Vulkaneifel noch nicht viel zu spüren.

Hinter dem Rastplatz Aanbach geht es noch ein Weilchen über Waldwege und Pfade über den Heckenberg und den/die/der? Weiberbüsch weiter. Später umrunde ich ein kurzes Nebenbachtal und steige auf die Höhen zwischen Immerath und Winkel auf. Am Kreuzhof treffe ich dann auf den Apolliniaweg, den zweiten Themenweg der Ferienregin Pulvermaar auf meiner Liste.

Über den Trommelberg geht es weiter. Obwohl es sehr sonnig ist, pfeift ein kalter Wind über die Höhen. Der vertreibt aber auch jeglichen Dunst und bietet so eine erstklassige Fernsicht am Trommelhof vorbei.

Hinter dem Trommelhof ist Vertrauen in die Wegweisung gefordert, denn obwohl da ein Hauptwegweiser den Weg nach Winkel weist, ist vom Weg nichts zu sehen. Ein Trampelpfad führt ins Tal zum Rastplatz «Drei Buchen», orientieren kann man sich an einer Telefonleitung, die vom Tal zum Trommelhof führt.

In Winkel geht es noch ein Weilchen auf dem Apolloniaweg weiter, oberhalb des Winkelbaches nach Oberwinkel ins Tal und dann mal wieder hinauf auf die Höhen. Dieses Mal am Rüsselbach entlang. Oben angekommen treffe ich auf den Antoniusweg, den dritten und letzten Themenweg auf dieser Runde durch die Ferienregion Pulvermaar. Über diesen gelangt man zum «Ellscheider Fenster auf dem Sauberg». Da ich weiß, dass ein längerer Asphalt-Abschnitt auf mich wartet, wage ich ein Experiment. Und es gelingt.

Vom Wegweiser führt ein Weg nach rechts zur Demerather Heide, einer geradeaus nach Ellscheid und einer scharf links ins Tal. Den gehe ich, stoße unten auf einen Wirtschaftsweg, weiter über einen Wiesenweg auf ein Wäldchen zu. Am Waldrand halte ich mich links und nach ein paar Metern wieder rechts. Durch einen lichten Wald geht es zur B 421, die ich schräg kreuze und bin nach ein paar Metern Am Sauberg. Und das alles ohne Asphalttreterei, aber auf unmarkierten Wegen.

Nach einer Rast auf dem Sauberg und dem Blick durchs Fenster aufs Winkeler Trockenmaar geht es dann auf dem Antonisweg zum «Antonius mit den Schweinen», dem Schutzpatron des Örtchens. Durchs Laubachtal und dann über den Gillenfelder Kirchberg mit der Mariengrotte geht es zurück auf Start.

Mein Fazit zur Tour durch die Ferienregion Pulvermaar

Das es letztendlich 25 km waren, hat mich überrascht. Gerechnet hatte ich mit etwas über zwanzig. 470 Höhenmeter machen die Tour auch nicht leichter, ich war mit Pausen etwa 71/2 Stunden unterwegs. Man sollte also etwas Kondition mitbringen. Obwohl die Tour von der Technik her nicht schwierig ist, stufe ich sie mal als «anspruchsvoll» ein. Sie ist sehr abwechslungsreich und zeigt viele landschaftliche Aspekte der Ferienregion Pulvermaar. Verträumte Täler mit sprudelnden Bachläufen, stille Waldpassagen und fantastische Ausblicke über die Vulkaneifel und zwei wassergefüllte Eifelmaare und einige Trockenmaare vervollständigen das «Rundumpaket Vulkaneifel».

Ich habe die Tour noch nicht veröffentlicht. Wer sich den Track herunterladen möchte: Hier ein Vorablink.

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