Update: WRIGHTSOCK Escape-Crew ausgepackt: Viel versprochen, wenig gehalten!

Update:
Als ich einen Rücksendeschein anforderte, teilte mir die Daniela Trathwein (Kundenkommunikation der Sourceplan GmbH) mit, dass die Socken wegen eines Produktionsfehlers nicht zurück in den Verkauf gingen und ich sie bei Erstattung des Kaufpreises dennoch behalten und testen könne. Das werde ich tun und später darüber berichten. Hinzufügen möchte ich, dass sich die Kommunikation mit Daniela Trauthwein außerordentlich nett und erfreulich gestaltete. Auch an dieser Stelle meinen Dank dafür :-).

Immer wieder begeisterte Produkttests der Wandersocken von WRIGHTSOCK haben mich nun auch mal animiert, mir ein paar dieser hochgelobten Socken zu kaufen, obwohl ich mit meinen Wandersocken von Veith und Falke durchaus zufrieden war.

Also in den Wrightsock-Shop und ein Paar Escape-Crew bestellt. Ein stolzer Preis von 24,95 € plus 2 € Versand ließen mich kurz zweifeln, zumal es pikant ist, dass ab 25 € eine kostenlose Lieferung erfolgt. Preisfindung von 24,95 bewusst gewählt? Aber: Wat mutt, dat mutt! Gerade kamen die Socken in rasender Schnelle (2 Tage) und auch gleich mal ausgepackt.

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Schick sehen sie ja aus, mal links, mal rechts gestrickt, um ein hübsches aber sinnfreies Muster zu erzeugen. Aber: Wie sieht’s mit dem Versprechen aus? » Eine eingestrickte Stabilisierungs-Zone im Mittelfußbereich sorgt für sicheren Halt, auch bei Seitwärtsbewegungen.« Aha, dazu müsste aber meiner Meinung nach eine eindeutige Recht-Links-Zuordnung — wie bei meinen anderen Wandersocken — vorhanden sein. Aber Fehlanzeige. Also egal ob Außen- oder Innenrist. Stabilisierung immer gleich? Ich bezweifele das stark!

Oder sollte das Rechts-Links-Muster im Strick für Stabilisierung sorgen?

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»Diese Modell besitzt eine dünne Frottee-Polsterung im Fuß- und Fersenbereich. Da diese Polsterung nicht hautseitig (wie bei anderen Socken-Hersteller üblich) eingebaut ist – sondern sich zwischen der Innen- und Außensocke befindet, wird ein Scheuern der Polsterung an der Haut vermieden. «

Bei anderen Herstellern befindet sich die Frottee-Polsterung außen, auch so »wird ein Scheuern der Polsterung an der Haut vermieden.« Ob sich eine Polsterung zwischen den Schichten befindet, kann ich nicht kontrollieren, fühlen kann ich sie nicht!

Fühlen, und zwar deutlich, kann ich hingegen die Naht zwischen Fußspitze und Mittel-Fußbereich der Socke. Ich habe sie mal auf links gezogen, um das Fühlbare auch sichtbar zu machen.

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Und da die Socke schon mal auf links gezogen war, betrachtet Euch mal das „Gefluse“ am Gewebe innen. Wohlgemerkt: Die Socke ist ungetragen, gerade ausgepackt. Ich wage nicht, mir vorzustellen, wie das Gewebe nach einigen zig km und ein paar Wäschen aussieht.

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Mein Fazit zur WRIGHTSOCK Escape-Crew

Die Socken gehen umgehend zurück!

Kategorie Journal, Produkttest

Als Westfale verschlug es Herbert Peck Anfang der 1980ger Jahre nach Koblenz und vor einigen Jahren dann monatsweise in die Vulkaneifel. Begeistert von der Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten (Wandern, Biken, Fischen) , hat er sich vorgenommen, andere daran teilhaben zu lassen. Er ist zertifizierter Wanderführer im Deutschen Wanderverband (Wanderführer DWV) und führt Interessierte gerne über nicht so bekannte Pfade & Wege

4 Kommentare

  1. Hmm… da hast Du wohl echt Pech gehabt. Ich hab auf Deinen Bericht hin meine Wrightsock Escape, die ich jetzt schon auf genau 20 längeren Wanderungen getragen habe, nochmal auf links gezogen. Sie sehen definitiv noch viel besser aus als Deine! Von daher kann ich Deine Verärgerung verstehen. Da ja auch ich schon positiv über die Socken berichtet habe, fühle ich mich doch ein wenig angesprochen, kann aber echt nichts negatives an meinen Socken finden. Am Wochenende nehme ich wieder an einer Marathon-Wanderung teil. Mit den Escapes!

    Wie ich den Hersteller kenne, wird er sich bestimmt irgendwie bei Dir melden und Ihr werdet eine Lösung finden.

    Gruß aus dem zur Zeit arg verregneten Limburg!

    Jörg

  2. Herbert Peck

    Hallo Jörg,

    gemeldet hat sich der Hersteller schon und den Umtausch der Socken angeboten. Das ist bei Online-Bestellungen ja grundsätzlich kein Problem.

    Was mich neben dem „Gefluse“ stört, ist die deutlich spürbare Naht. Meine anderen Socken haben die nicht, da ist die Spitze angewebt/angestrickt oder liegt tief.

    Da Blasen sowieso kein Problem für mich sind, ist das „Anti-Blasen-System“ auch kein Entscheidungskriterium, sondern nur die Qualität. Und die enttäuscht im Vergleich zu den vollmundigen Sprüchen. Z. B. frage ich mich ernsthaft, warum links-gestrickte andersfarbige „Striche“ zur Stabilisierung beitragen.

    Ach ja, geärgert habe ich mich schon bei der Bestellung: Preis 5 Ct. unter dem Mindestbestellwert für kostenlosen Versand.

    Gruß aus dem ebenfalls verregneten Koblenz
    Herbert

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